Käsespätzle (manchmal auch Kässpätzle oder Allgäuer Käsespätzle genannt) gehören zu den beliebtesten Wohlfühlgerichten Süddeutschlands. Ursprünglich eine einfache Bauernmahlzeit aus der schwäbischen und Allgäuer Küche, haben sie sich längst zu einem echten Kultessen entwickelt – ob in der Hütte, im Biergarten oder zu Hause am Küchentisch. Die Kombination aus fluffigen Spätzle, schmelzendem Käse und krossen Röstzwiebeln macht sie unwiderstehlich.Zutaten (für 4 Portionen)Für die Spätzle (selbstgemacht – das Original schmeckt am besten):
- 400 g Spätzlemehl (oder Weizenmehl Type 405/550)
- 4–5 Eier (Größe M)
- ca. 150–200 ml lauwarmes Wasser (je nach Mehl)
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben)
Schnellvariante: 800–1000 g frische Fertigspätzle aus dem KühlregalFür die Käse-Schicht:
- 250–300 g würziger Hartkäse, gerieben (klassisch: Allgäuer Bergkäse, Emmentaler, Greyerzer, Appenzeller oder eine Mischung)
- 100–150 ml Sahne (oder Milch für etwas leichtere Variante)
Für die Röstzwiebeln (das i-Tüpfelchen):
- 3–4 große Zwiebeln
- 3–4 EL Butter oder Butterschmalz
- Salz
Zum Servieren:
- Frischer Schnittlauch oder Petersilie, fein geschnitten
Zubereitung – Schritt für Schritt
- Spätzle selbst machen (ca. 30–40 Min.)
Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Eier und Muskat dazuschlagen. Nach und nach das Wasser einrühren, bis ein zäh-flüssiger, glatter Teig entsteht (er sollte vom Löffel langsam reißen, nicht fließen). Den Teig 10–15 Minuten ruhen lassen.
In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Mit einem Spätzlehobel, -presse oder einem Brettchen portionsweise den Teig ins siedende Wasser schaben. Sobald die Spätzle oben schwimmen (ca. 2–3 Minuten), mit Schaumlöffel herausheben, kurz abtropfen lassen und in kaltes Wasser geben, damit sie nicht zusammenkleben. - Röstzwiebeln anbraten
Zwiebeln in feine Ringe schneiden. In einer großen Pfanne Butter oder Butterschmalz erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten goldbraun und knusprig braten. Beiseitestellen. - Käsespätzle zusammenfügen
Variante Pfanne (schnell & klassisch):
Etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die abgetropften Spätzle portionsweise dazugeben und kurz anbraten. Mit Sahne ablöschen, Käse darüberstreuen. Bei niedriger Hitze und Deckel ca. 5–8 Minuten ziehen lassen, bis der Käse schön geschmolzen ist. Gelegentlich wenden, damit alles gleichmäßig cremig wird.
Variante Ofen (wie auf der Hütte):
Spätzle und Käse schichtweise in eine gefettete Auflaufform geben (Spätzle → Käse → Spätzle → Käse). Sahne darüber gießen. Bei 180–200 °C Ober-/Unterhitze 10–15 Minuten backen, bis der Käse goldbraun blubbert. - Anrichten
Heiße Käsespätzle auf Teller verteilen, großzügig mit den knusprigen Röstzwiebeln toppen und mit frischem Schnittlauch bestreuen.
Tipps für den perfekten Geschmack
- Käse ist entscheidend: Je würziger und reifer, desto besser. Eine Mischung aus ⅔ Emmentaler und ⅓ Bergkäse kommt dem Original am nächsten.
- Wer mag, gibt noch eine Prise Muskat in die Sahne oder etwas Knoblauch zu den Zwiebeln.
- Vegetarisch bleibt es sowieso – Speck ist hier nicht traditionell (auch wenn manche es trotzdem dazugeben).
- Beilage: Frischer grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing passt perfekt und bringt Frische rein.
- Reste? Einfach am nächsten Tag in der Pfanne aufwärmen – schmeckt fast noch besser.
Käsespätzle sind mehr als Essen – sie sind Heimat auf dem Teller. Ob nach einer Wanderung, am gemütlichen Winterabend oder einfach weil es mal richtig deftig sein darf: Guten Appetit!